Wintermärchen im Sommer

Im Juli 2016 waren wir nach einer Trekkintour in Südtirol noch für eine Woche zum “Entspannen” in St. Anton am Arlberg in Österreich. Als Domizil hatten wir uns nach einer Woche auf dem recht anspruchsvollen Vinschger Höhenweg das Hotel “Der Waldhof” ausgesucht.

Wir fahren von St. Anton am Arlberg nach Stuben und starten von dort aus von 1410m in dicker Nebelsuppe unseren Aufstieg zur Kaltenberghütte auf 2089 m.

Der Aufstieg war lang, steil und anstrengend. Aber auch so schön. Wir waren alleine unterwegs und sollten die ersten Menschen erst oben an der Hütte treffen.

Wegen des dicken Nebels konnten wir von den hohen Bergen um uns herum zunächst genau nichts sehen. Nur hier und da taten sich ein paar Wolkenlücken mit umso imposanterer Aussicht auf.

Wir wandern über einen schmalen Pfad durch Bergwiesen mit blühenden Alpenrosen im Schnee.

Hin und wieder fließt ein Gebirgsbach an uns vorbei hinunter ins Tal.

Nach ungefähr zwei Stunden erreichen wir die spektakulär gelegene Kaltenberghütte am Gipfelkreuz.

Ein kleiner See direkt unterhalb der Hütte liefert einzigartige Motive.

Wir stapfen durch den Schnee zum Gipfelkreuz und verewigen uns im Gipfelbuch.

Nach einem kurzen Aufenthalt steigen wir durch den Schnee wieder ab nach Stauben. Mache ich mich über die Wanderstöcke sonst häufig lustig, bin ich hier doch mehr als froh darüber sie dabei zu haben. Hin und wieder war es doch ordentlich rutschig. Auch den Pfad, der uns ins Tal führt konnte man nur erahnen.

Einige Hundert Höhenmeter im Abstieg später hatte sich das Bild wieder gänzlich von weiß auf grün gewandelt. Wir durchqueren üppig mit Farn bewachsene Hänge.

Nach insgesamt gut 4 Stunden erreichen wir wieder unseren Wanderparkplatz in Stuben.

2 Gedanken zu „Wintermärchen im Sommer

  1. Sehr schöne Lektüre an einem halbwegs sonnigen Neujahrsmorgen 🙂 Das macht Lust sich selbst mal wieder die Wanderschuhe zu schnüren 😉

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